Voll eins auf die Nüsse

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Es gibt im Süßbereich wohl zwei landwirtschaftliche Produkte, mit denen man den Piemont verbindet: Die „Piemontkirsche“ und die Piemonteser Haselnüsse. Die Kirsche gibt es nicht. Sie ist ein Marketing-Coup des Unternehmens, das seinen Hauptsitz in Alba im Piemont hat. Immerhin das. Die Haselnuss dagegen gibt es wirklich. Die Nocciola Tonda Gentile IGP ist Herkunftsgeschützt. Sie gehört zu den italienischen Produkte mit Weltruhm. Es ist nicht nur die Herkunft an sich, sondern auch die Sorte.

In der gesamten Langhe findet man die Produkte, die auf die Nuss zurückgehen. Das ist ein Paradies für Nussliebhaber, zu denen ich gehöre. Ich habe mich in Cravanza mit einem Bio-Betrieb verabredet und hatte dadurch die Möglichkeit, auch einen Blick in die Produktion zu werfen. Da ich im Oktober getourt bin, war die eigentliche Haselnussernte gerade noch vorbei. In den Haselnussplantagen konnte man gerade noch einige runtergefallene Reste sehen. Daher war ein Besuch einer Produktion der beste Weg, einen Eindruck zu bekommen.

Haselnuss geröstet…
… und ausgezogen.

Wenn man hier in den Genuss von Aufstrich kommt, der nur mit besten Nüssen, Kakao und wenig Rohrzucker auskommt, ist das eine echte Gefahr. Den Billig-Kram selbst von Markenherstellern mag man da gar nicht mehr kosten. Als jemand, die gerne kocht und backt hat es mir besonders das reine Nussmus angetan. So hoch aromatisch, dass man es sehr sparsam verwenden kann. Das gilt nicht nur für die Zubereitung von Aufstrich im selbst gewählten Mischungsverhältnis, sondern auch für viele andere Produkte. Bei Goccus sind genügend Haselnussrezepte schon eingestellt, mehr werden folgen.

Und so wird das hier auch ein Beitrag über die fantastische kulinarische Vielfalt auf Basis von Nüssen.

Espresso statt Zucker mit Nussmus. Ein herber Genuss.
Torrone Classico, von Oblaten umhüllt hier im harten Original. Für „Weicheier“ 😉 gibt es auch eine weiche Variante.

Aus der Campingküche gab es an dem Abend Gorgonzola-Risotto mit Haselnüssen und Mandarinen. Sehr praktisch, weil man es auf einer Flamme kochen kann. Das Rezept ist auf Goccus eingestellt.

Was noch aussteht, ist ein gutes Rezept für Baci di dama. Diese formidablen Doppelkekse oder Sandwichkekse habe ich in unterschiedlicher Qualität gegessen. Man bekommt sie in ganz Norditalien. Sie sind aber eigentlich eine Spezialität aus dem Piemont. Nachdem ich sie fantastisch zart mürbe mit toller Haselnuss und herber Schokocreme gegessen habe, will ich genau das Rezept. Ich arbeite dran.

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