Piemont

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Der Piemont ist ein (gar nicht mal so kleines) Paradies fรผr Feinschmecker, Weinliebhaber, Naturliebhaber und Liebhaber der Schรถnen Kรผnste. Unter geografischen Gesichtspunkten trรคgt der Piemont sein Programm im Namensgepรคck: Piemont heiรŸt „am FuรŸe der Berge“. Die Region liegt am FuรŸe der Westalpen und ist geografisch dreigeteilt: Der grรถรŸte Teil entfรคllt auf die westlichen Hochalpen mit vielen 4000ern, wozu auch ein Teil der oberitalienischen Seenlandschaft gehรถrt mit dem Ortasee und – schwesterlich geteilt mit der Lombardei – der Lago Maggiore. Sanfte Hรผgel erwarten einen in den Landschaften Langhe, Roero und Monferrato mit Weinanbau und Haselnussplantagen. SchlieรŸlich erstreckt sich รผber etwa ein Viertel des Gebiets des Piemonts die nahezu vollstรคndig flache Poebene, die ideale Bedingungen fรผr den Nassanbau von Reis bietet.

Nicht nur in der Hauptstadt Turin, sondern auch in Stรคdten und Gemeinden wie Alessandria, Acqui Terme, Alba, Bra, Cuneo, Asti, Barolo … erwarten einen nicht nur historische Spuren, Architektur und Museen, sondern die Namen stehen zumindest teilweise auch fรผr weltberรผhmte Gaumengenรผsse.

Wohnmobil – Stellplรคtze

Italien ist grundsรคtzlich sehr Camper-freundlich. Mit dem System der Area Sosta Camper hat man ein italienweit existierendes System von Stellplรคtzen, die es in fast jeder Gemeinde, oft von diesen betrieben gibt. Diese bestehen manchmal nur aus einem gelegentlich sogar bewachten Parkplatz. Manche haben Serviceeinrichtungen in Form von Ver- und Entsorgungsstationen, gelegentlich sogar Strom. Auch Agriturismo-Betriebe bieten solche Stellplรคtze gelegentlich an. Diese sind nicht selten zumindest fรผr den eigentlichen Stellplatz sogar kostenlos.

Accessible

Fรผr Rollstuhlfahrer gibt es im Piemont im Wesentlichen zwei Problembereiche: Einerseits sind da die geografischen Herausforderungen. In den Weinregionen sind die Wege zum Teil sehr steil. Sie queren die Hรถhenlinien und gehen nicht an ihnen entlang. Man hat also, auch in den Ortschaften, mit bisweilen deftigen Steigungen zu tun. Das andere Problem sind die Pflaster in den zum Teil mindestens mittelalterlichen Altstรคdten. Diese kรถnnen angenehm glatt sein. Nicht selten trifft man aber auf runde, stark gewรถlbte relativ kleine Kieselsteine. Diese sind tรผckisch bei kleinen Vorderrรคder und fordern das Material erheblich. Immerhin gibt es aber sehr oft Fahrspuren aus glattem Material oder man kann in eine der sehr oft vorhandenen Arkaden ausweichen.

Was das Thema Barrieren in den Kรถpfen angeht, wรผrde ich der Region glatt ein Barrierefrei-Siegel verpassen. Mit oberitalienischer Eleganza, Freundlichkeit und Charme sind bauliche Barrieren schnell umschifft.

Der Piemont mit dem Wohnmobil – Stationen einer Reise

  • Piemont – Perle am FuรŸ der Berge

    Piemont – Perle am FuรŸ der Berge

    Das grรถรŸte Geschenk, das der Piemont den Menschen macht, steckt eigentlich schon im Namen: Piemont โ€“ Pedemontium, am FuรŸ der Berge. Nicht nur die Vielseitigkeit der Landschaft, welche von den hรถchsten Bergen der Alpen und den Alpenseen รผber die Po-Ebene zur Langhe mit ihren unterschiedlich sanften Hรผgeln reicht, ist ein Geschenk. Es ist dieses fantastische Panorama,…

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  • Turin, ein schockverliebter Erstkontakt

    Turin, ein schockverliebter Erstkontakt

    Mein erster Kontakt mit Turin hatte ein wenig etwas von einem Sturzflug. Ich war vom Allgรคu aus noch bei durchwachsenem Wetter รผber den Bernardino รผber die Alpen unterwegs. Eigentlich wollte ich Turin selbst erst am Folgetag anfahren. Dann war auf der Sรผdseite das Wetter samt Fernsicht aber so fantastisch, dass ich vor der ersten Mautstelle…

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  • รœber den Weinbergen des Barolo

    รœber den Weinbergen des Barolo

    Mit Augenzwinkern: Der Barolo ist wie der Chianti nur schรถner. Zwar fehlen die Olivenbรคume der Toskana, dafรผr hat der Piemont Haselnussbรคume und … die Alpen. Letzteres ist das As im ร„rmel des Piemont. Mit sanften Hรผgeln voller Weinstรถcken trumpfen beide auf. Auf dem ein oder anderen Hรผgel ein malerisches Dorf, das einem wunderbare Fernsicht beschert.…

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  • Alba – ein Gaumen-Schmeichler

    Alba – ein Gaumen-Schmeichler

    Sollte jemand vor der Reise in den Piemont nicht mitbekommen haben, dass er das Schlaraffenland fรผr all jene betritt, die den Gaumengenรผssen verfallen sind, dรผrfte das spรคtestens nach dem Besuch einer der vielen kleineren und grรถรŸeren Wochenmรคrkte anders sein, die diese Region zu bieten hat. Einer der berรผhmtesten ist zweifelsohne Alba. Rund 200 Stรคnde, darunter…

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  • Panoramatour Montelupo Albese

    Panoramatour Montelupo Albese

    Von einem langen Gewรคchshaus, einem kalten Brunnen und einem Wolfshรผgel… eine Panoramatour am nรถrdlichen Langhe-Kamm. Start dieser Route die Aussichten und Perspektiven zum Satt-Sehen bietet, ist Serralunga (langes Gewรคchshaus), genauer Fontanafredda und dem Villaggio Narrante, eine weitlรคufige Anlage aus mit Weinkellern, mehreren Palazzi, die Hotels bergen, Restaurants und einer hรผbschen Parkanlage. Man kann hier Wein…

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  • Voll eins auf die Nรผsse

    Voll eins auf die Nรผsse

    Es gibt im SรผรŸbereich wohl zwei landwirtschaftliche Produkte, mit denen man den Piemont verbindet: Die „Piemontkirsche“ und die Piemonteser Haselnรผsse. Die Kirsche gibt es nicht. Sie ist ein Marketing-Coup des Unternehmens, das seinen Hauptsitz in Alba im Piemont hat. Immerhin das. Die Haselnuss dagegen gibt es wirklich. Die Nocciola Tonda Gentile IGP ist Herkunftsgeschรผtzt. Sie…

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  • Bra – im Genussreich

    Bra – im Genussreich

    Von den Genรผssen um die Piemonteser Nรผsse direkt ins Herz der Slow Food – Bewegung nach Bra, dem Grรผndungsort und immer noch deren Hauptsitz. Die ganze Stadt steht im Zeichen der Kulinarik. Der Freitagsmarkt ist der grรถรŸte der Stadt. Hier findet man eine bunte Mischung, nicht nur, aber reizvoller kulinarischer Dinge, darunter Honig, lokaler Kรคse,…

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  • Castello di Grinzane Cavour

    Castello di Grinzane Cavour

    Das Castello di Grinzane Cavour ist ein Bilderbuch-Schloss, wie sich das fรผr anstรคndige italienische Castelli gehรถrt: Kompakt gebaut und mit unterschiedlichen Tรผrmen. Fรผr jeden Geschmack einer. Zum Thema Barrierefreiheit war es allerdings bei meinem Besuch nur eingeschrรคnkt tauglich. Kann man mit Fitnesszustand die Steigung noch bewรคltigen, sollte man – bezeichnend fรผr ein Weingut – nรผchtern…

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  • Turin – Eintauchen in eine tolle Stadt I

    Turin – Eintauchen in eine tolle Stadt I

    Nachdem ich nun eine ganze Weile recht beschaulich durch die Langhe getuckert bin, stand der echte Besuch von Turin auf dem Programm. Die kurze Stippvisite bei der Anreise nicht mitgezรคhlt. Damit sich das mit der Zรคsur so richtig lohnt, sollte es als erstes nichts geringeres als der grรถรŸte Markt Europas sein, der Mercato Porta Palazzo.…

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  • Turin – Einblicke und Ausblicke II

    Turin – Einblicke und Ausblicke II

    Der zweite Tag in Turin stand ganz im Zeichen zweier Hauptattraktionen: Dem Gran Balon, dem groรŸen Floh- und Antikmarkt, und die Mole Antonelliana, fรผr die ich Nachmittags ein Ticket gebucht hatte. Doch zunรคchst auf den Gran Balon. Diese groรŸe Version des Marktes findet an jedem zweiten Sonntag im Monat statt. Es ist ein riesiger Markt,…

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  • Intermezzo – Material Check Up

    Intermezzo – Material Check Up

    Die intensiven Tagen in Turin machten Bedarf nach etwas ruhigerer Gangart und Austoben fรผr den Hund. Auch wollte ich das Ein oder andere am Rollstuhl klรคren, dem Wohnmobil etwas Saft und mir noch einmal eine Dusche gรถnnen. Es wurde das Agri-Campeggio Agripassione. Nett gelegen vor den Toren von Asti. Die Sanitรคranlagen nicht wirklich barrierefrei und…

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  • Acqui Terme – Kurstadt mit kleinen Hindernissen

    Acqui Terme – Kurstadt mit kleinen Hindernissen

    Dass man in Acqui Terme mit seinen Thermalquellen gut Kuren kann, wussten schon die Alten Rรถmer. Der hohe Schwefelgehalt garantiert das volle Rundumprogramm innerer und รคuรŸerer Anwendung. Von dieser Wirkung sind nicht nur Besucher, sondern auch Einheimische so รผberzeugt, dass sie tagsรผber Schlange stehen, um sich ihr Wasser an der รถffentlichen Quelle abzufรผllen oder sich…

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  • Alessandria – Gut behรผtet

    Alessandria – Gut behรผtet

    Zu Alessandria habe ich eine sehr persรถnliche Beziehung, die auf eine besondere Weise mit dem Stichwort „Schwerbehinderung“ verbunden ist. Als meine Erkrankung anfing, habe ich mehr oder weniger von einem Tag auf den anderen keine Sonne mehr vertragen. Ab 27 Grad und schon frรผher bei direkter Sonneneinstrahlung auf den Kopf hatte ich das Gefรผhl, man…

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  • Vercelli – der Reis und die Po-Ebene

    Vercelli – der Reis und die Po-Ebene

    Der nรคchste Abschnitt der Reise ist ganz dem Thema Reis gewidmet. Das Getreide steht fรผr eine ganze Kulturlandschaft, welche die gesamte Po-Ebene weit hin sichtbar prรคgt. Knapp die Hรคlfte des europรคischen Reisanbau stammt von hier, wo der Reis noch im Nassanbau produziert wird. Weithin sichtbar, weil zu diesem Zweck der Untergrund flach sein muss. Das…

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  • Ortasee – ein melancholischer Abschluss

    Ortasee – ein melancholischer Abschluss

    Der Ortasee gehรถrt zu den oberitalienischen Seen, denen ich immer einmal einen Besuch abstatten wollte. Er ist neben dem noch viel kleineren, nรถrdlich vom Ortasee liegenden Lago di Mergozzo der einzige der oberitalienischen Seen, die vollstรคndig im Piemont liegen. Den weitaus grรถรŸeren Lago Maggiore teilt sich Piemont mit dem Schweizer Tessin und der Lombardei. Der…

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