Abenddämmerung über Turin mit dem ikonischen Turm der Mole Antonelliana im Vordergrund, beleuchteten Straßen und der Alpenkette im Hintergrund

Turin, ein schockverliebter Erstkontakt

Rollstuhl barrierefrei

Mein erster Kontakt mit Turin hatte ein wenig etwas von einem Sturzflug. Ich war vom Allgäu aus noch bei durchwachsenem Wetter über den Bernardino über die Alpen unterwegs. Eigentlich wollte ich Turin selbst erst am Folgetag anfahren. Dann war auf der Südseite das Wetter samt Fernsicht aber so fantastisch, dass ich vor der ersten Mautstelle das Rechnen angefangen habe: Schaffe ich es noch unter legalen Bedingungen bis zum Sonnenuntergang auf den Monte dei Cappuccini? Also jenen Hügel, der einem den ikonischen Blick über die Stadt samt Mole Antonelliana im Vordergrund und Alpenkette im Hintergrund beschert. Dazu braucht es genau das: Fantastische Fernsicht. Da ich nicht wusste, wie sich das in den kommenden Tagen entwickeln würde und ich bei glattem Durchkommen etwa 20 Minuten vor Sonnenuntergang auf dem Hügel sein würde, habe ich kurzerhand beschlossen, durchzufahren.

Ich habe es dank guten Bedingungen ohne Stress geschafft und es hat sich gelohnt. Gleichwohl stellte sich heraus, dass ich 10 Tage mit solch traumhaften Wetterbedingungen zu tun hatte, so dass unter dem Aspekt der „Anflug“ gar nicht nötig gewesen wäre. Das bescherte mir also Teil 1 meines Besuchs von Turin. Beim eigentlichen Besuch 10 Tage später war es dann etwas diesig, so dass das Thema Fernsicht oben von der Laterne der Antonelliana aus nicht mehr ganz so schön war. Dazu aber später mehr.

Vom Monte Cappuccini aus liegt einem der Piazza Vittorio Veneto zu Füßen, dieser 40.000 qm große ehemalige Paradeplatz, der besonders in der Abendbeleuchtung ziemlich beeindruckend ist. Dahinter die quadratische Kuppel und der ikonische „Stachel“ der Mole Antonelliana, die nach Sonnenuntergang illuminiert wird. Der Platz vor der kleinen Kirche auf dem Monte dei Cappuccini (ja, es gibt da eine Kirche, wenn man sich vor lauter Aussicht auch einmal rumdreht ;-)) ist gut besucht. Die Atmosphäre war aber friedlich. Man kommt mit blauem Ausweis auch mit dem Auto / Wohnmobil hoch, alle anderen müssen zu Fuß laufen.

Das Panorama reicht jedenfalls weit über die Stadt hinaus zur Kette der etwa 60-80 km entfernten Westalpen mit ihren 4000ern. Wer möchte, dass sich die Alpen gleich hinter der Stadtgrenze aufbauen, muss entsprechende Objektive mitbringen. Im Frühjahr ist natürlich mehr Chance auf fototrächtigen Schneerberge, als im (Früh-)Herbst. Bereits diese erste kurze Stippvisite in Turin hat mir jedenfalls gereicht, um mich schockzuverlieben.

Zur Übernachtung wurde es die Area Sosta Camper in Chieri, auf einem unbewachten Parkplatz nahe der Rettungsstation. Brauchwasserentladung und Frischwasser kostenlos vorhanden.

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Kommentare

2 Kommentare zu „Turin, ein schockverliebter Erstkontakt“

  1. […] beschaulich durch die Langhe getuckert bin, stand der echte Besuch von Turin auf dem Programm. Die kurze Stippvisite bei der Anreise nicht mitgezählt. Damit sich das mit der Zäsur so richtig lohnt, sollte es als erstes nichts […]

  2. […] eher bescheiden. Es reichte nicht einmal für einen klaren Blick auf den Monte dei Cappuccini, das Spiegelbild zu dieser Aufnahme. Dennoch hat sich die Aussicht schon alleine auf die Stadt Turin gelohnt. Noch spektakulärer, das […]

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