Sturmintermezzo – Schwein gehabt

Die erste Nacht im Wohnmobil habe ich in Frankfurt/Oder verbracht. Es sollte ein Test sein. Wenn alles klappt, mit Weiterfahrt Richtung Baltikum. Sonst wäre es noch dicht genug gewesen, um umzukehren. Losgefahren bin ich vor einem angekündigten Sturmtief. Als Stellplatz hatte ich das Hotel-Restaurant Zum Goldenen Hahn ausgeguckt vor den Toren von Frankfurt/Oder super für die Durchfahrt gelegen. Wer nichts weiter braucht als etwas Frischwasser kann dort geschützt „im Garten“ stehen. Man freut sich natürlich, wenn man Abends oder zum Frühstück einkehrt, was hintenrum auch mit Rollstuhl funktioniert. Eine nette Gastwirtschaft. Insgesamt zu empfehlen.

Bevor ich angelandet bin, sollte es noch eine Hunderunde werden. Dazu habe ich mich auf einen Parkstreifen einer Baumallee gestellt. Als der Wind – bei strahlend blauem Himmel! – auffrischte bin ich zurück ins Wohnmobil und habe mich mit einer Tasse Tee über die Gebrauchsanleitungen gemacht. Draußen der Wind war spürbar, aber nicht beängstigend. Ich fand es gemütlich. Nicht einmal die eigentlich Wind empfindliche Nala hat irgendwie gemeckert. Nach einer halben Stunde bin ich raus und war dann ein wenig überrascht. Keine 5 Meter vor dem Wohnmobil war ein dicker Ast runtergekommen. Die ganze Straße war mit kleinen Zweigen übersät. Dass es doch etwas heftiger war, hat man im Wohnmobil nicht gemerkt, nach hinten waren keine Bäume. Jedenfalls habe ich Schwein gehabt, dass mir das Ding nicht auf das Solar gefallen ist.


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