Anleger am Kap Vente mit Blick auf die Vogelstation und den kleinen Leuchtturm vom Wasser aus.

Ventė – Memeldelta

Landschaftlich eine der schönsten Orte der Rundreise ist zweifelsohne das kurische Haff, sowohl auf der Festlandseite rund um Ventė als auf Seite der Kurischen Nehrung, des insgesamt knapp 100 km lange Sandstreifens, von dem die Hälfte zu Litauen zählt. Ventė liegt am nördlichen Mündungsdelta des Nemunas, wie die Memel auf litauisch heißt, schräg gegenüber von Nida, dem litauischen Grenzort auf der Nehrung. Ventė ist unter Vogelliebhabern sehr bekannt, da er auf der Hauptflugroute von Millionen von Zugvögeln liegt. In der – aus Vogelperspektive – Hauptsaison im September und Oktober sind das eine halbe Millionen Vögel…täglich.

Doch aus außerhalb ist das Fleckchen Natur sehenswert. Am Kap Ventė befindet sich eine ornithologische Station. Die Vogelwarte ist eine der ältesten der Welt. Die Vögel werden während ihres Zugs mithilfe großer Netze vorsichtig gefangen und beringt. Es gibt auch einen alten Leuchtturm, der (nicht barrierefrei) bestiegen werden kann und einen barrierefreien Anleger, auf dem man rund 100 m weit ins Haff gehen kann. Von dort hat man einen schönen Blick auf die Vogelwarte, das Haff und gegenüberliegend weit die Nehrung hinauf. Rings um die Station kann man ein wenig die Landschaft erkunden. Die hinter der Nehrung untergehende Sonne bietet wunderschöne Ansichten. Ein Stück vor dem Kap findet sich auf einem kleinen Parkplatz am Rande des Wegs ein schöner Schlafplatz, ruhig, ohne weiteren Service aber mit Picknicktisch. Die Vögel wissen, warum sie hier rasten. Auch von dort lässt sich der Uferbereich der Nehrung einige Schritte erkunden, auch mit Rollstuhl.

Goldener Sonnenuntergang durch den Wald und Schilf auf das kurische Haff.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert