Blick nach oben in der licht durchfluteten alten Markthalle von Riga mit hรถlzerner Decke und Eisentrรคgern

Riga – Hansestadt an der Daugava

Den ersten „richtigen“ Blick auf Riga bekommt man mit รœberquerung der beeindruckenden Vanลกu-Brรผcke, einer Schrรคgseilbrรผcke, die bei ihrer Fertigstellung 1981 die lรคngste ihrer Art in Europa war. Rechts und links der Brรผcke erstreckt sich die Altstadt Rigas. Die Wirkung dieser Anfahrt erinnert sehr an Hamburg. Dazu trรคgt die imposante Breite der Daugava (Dรผna) bei, die das Stadtbild prรคgt. Mit ihrer GrรถรŸe gehรถrt der FluรŸ zu jenen geografischen Details der Region, die ich derart gar nicht auf dem Schirm gehabt habe. Unverkennbar Hansestadt, der Gedanke kam mir sofort beim รœberqueren der Brรผcke, die dummerweise keine Haltebucht hatte. Ich habe mir die „Reifenpanne“ zur Fotopause verkniffen. (Zumal insgesamt die zugehรถrige EinfallstraรŸe selbst alles Andere als freundlich ist. Fรผr nicht motorisierte sowieso nicht. Aber auch im Fahrzeug auf Altstadtseite muss man damit rechnen, dass man nicht selbstverstรคndlich da runter und raus kommt, wo man will und umgekehrt gleich รผberhaupt nicht. Eine gewรถhnungsbedรผrftige StraรŸenfรผhrung…ein Hoch auf gute Navigationssysteme!)

Blick รผber die Aue auf der Insel Kipsala auf die in Vierergruppe gebรผndelten Schrรคgseile und den beeindruckenden Pylon der Vansu-Brรผcke,

Bevor man zur Altstadt rรผberfรคhrt, kreuzt die Brรผcke noch Kipsala, die nรถrdliche von drei grรถรŸeren Inseln in der Daugava. Die knapp 2 qkm groรŸe Insel beherbergt neben einer ganz netten, hundetauglichen FluรŸaue, einigen historischen Wohngebรคuden und Gewerbeeinheiten auch die beiden innerstรคdtischen Campingplรคtze. Dort habe ich mich allerdings nicht niedergelassen. Ich fand beide laut und schmuddelig – und dafรผr war mir das zu teuer. Barrierefrei waren die Sanitรคrrรคume zudem nicht. Dann stimmt das Paket fรผr mich nicht, wenn ich grundsรคtzlich prima Selbstversorger bin. Ich habe mich dann nach Tipp am Uzavaras-Park niedergelassen, wo ich nachts auch meine Ruhe hatte.

Auf Kipsala habe ich aber sehr schรถn im Osta mit fantastischem Blick auf die Altstadt gegessen. Die Insel selbst ist kaum mit Rollstuhl zu befahren, da fast ausschlieรŸlich groรŸes Kopfsteinpflaster.

Zum Frรผhstรผck zog es mich in den ฤ€genskalns-Markt. Der gerade erst restaurierte Markt ist beeindruckend. Die Stรคnde bieten auf, was das kulinarische Herz begehrt, ganz egal ob sรผรŸ, herzhaft, Gebรคck,…

frisches Gemรผse, Fleisch, Fisch, …

oder Kรคse.

Die Stรคrkung brauchte es dann fรผr den Besuch der Altstadt.

Zuvor gab es allerdings noch eine kleine Stippvisite ins Schokoladenmuseum von Riga.

Kommentare

Einย Kommentar zu „Riga – Hansestadt an der Daugava“

  1. […] blickt auf eine รผber 800-jรคhrige Geschichte zurรผck. Als alte Hanse-Stadt war Riga lange Zeit zentraler Umschlagplatz im Baltikum und im nรถrdlichen Ostseeraum. Diese […]

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