Panoramatour am Zufrittsee

Barrierefreie Routen im hochalpinen Bereich sind nicht nur in Südtirol nicht häufig anzutreffen. Die Runde am Zufritt-Stausee gehört zu den wohltuenden Ausnahmen. Sie verwöhnt mit Verhältnissen, die auch mit Rollstuhl das Gefühl einer schönen „echten“ Bergwanderung zu geben. Dabei kann sie ohne größere Probleme begangen werden, mit nur kleinen Steigungen auf festem Weg. Insgesamt maximal 30 Höhenmeter für die halbe Strecke. Ausreichend Sitzmöglichkeiten ermöglichen immer wieder Pausen für alle, die nicht gut zu Fuß sind.

Die Route beginnt am südwestlichen, dem oberen Ende des Sees. Man erreicht dieses sowohl mit Bus als auch mit dem PKW. Der Einstieg von dieser Seite ist mit Rollstuhl erforderlich. Das macht den Weg auch zu einer Halb-Streckenwanderung mit Rückweg auf derselben Strecke. Da das Panorama aber in beiden Richtungen unterschiedlich ist und man auf dem Rückweg eine nicht zum Sattsehen schöne Sicht auf den Cevedale in immer wieder anderen Blickwinkeln hat, ist das kein Nachteil.

Hölzerner Weg mit Treppe ähnlichen Bohlen, die den Weg für Rollstuhlfahrer verunmöglichen.

Grundsätzlich kann man den Zufrittsee auch umrunden, allerdings nicht barrierefrei. Die nördliche Seite sowie der Weg von der Staumauer zum südlichen Seeufer ist für Rollstuhlfahrer ungeeignet. Nördlich sind es richtige Bergwege. Das Verbindungsstück von der Staumauer hoch / zur Staumauer runter ist eine Treppe bzw. ein hölzerner Weg mit Bohlen, deren Abstand so ungünstig liegt, dass man mit dem Rollstuhl genau dazwischen hängt. Wir haben uns das erspart. Alleine gar nicht zu bewältigen und selbst mit Begleiter wenn überhaupt nur mit extrem sportlicher Herausforderung. Dafür ist der befahrbare Weg an sich zu schön.

Man startet am Hotel am See. Die ersten 200 Meter läuft der Weg noch am Rio Plima entlang. Bald öffnet sich das Seeufer und gibt den Blick auf den türkisblauen See frei, der einem die ganze Tour über erhalten bleibt, wenngleich man nicht die ganze Zeit unmittelbar am See entlang läuft. Die Strecke ist durchaus abwechslungsreich, geht manchmal durch Wald, manchmal durch Wiesen, mit großen Moosflächen und flechten bewachsenen Steinen. All das auch nah zu sehen, ohne dass man den Weg verlassen muss. Immer wieder gibt es auch Bänke zum Ausruhen und für ein Picknick.

Typischer, schöner kleiner Bergwasserfall

Insgesamt ist die Strecke vom Hotel bis kurz vor den Stausee 2.5 Kilometer lang. Insgesamt sind es also rund 5 Kilometer, auf denen man sich völlig problemlos 2, 3 Stunden vergnügen kann mit Foto- und Ausguckpausen, Wasserfall inklusive.


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