Mangaļsala (früher Dünamünde) ist einer der beiden Stadtteile von Riga, die an der Mündung der Daugava in die Ostsee liegen. Während sich Daugavgrīva auf der südwestliche Seite befindet, liegt Mangaļsala auf der nordöstlichen Uferseite. Es ist bekannt für ein schönes Waldgebiet, dem Naturschutzgebiet Vecdaugava mit Küstenwiesen und Dünengebiet. Im Wald befinden sich auch halb versteckt Küstenverteidigungsanlagen, die aus ganz verschiedenen Epochen stammen. Bekannt ist die Region auch für die Ostmole, die sich ganze 2,2 Kilometer weit ins Meererstreckt.


Zumindest einige der Wege lassen sich gut auch mit Rollstuhl erwandern. Nicht verwunderlich Aufgrund der auch stehenden Gewässer rundherum: Mückenschutz ist dein Freund. Man kommt sehr bequem an mehreren Stellen auch bis an den Strand, die umliegende Dünen mit schönen Gräsern und blühenden Farbtupfern. Die Mole selbst habe ich nur ein Stückweit erkundet, da gelegentlich die ein oder andere Welle rüberschwappte. Sonst im Zweifel schon, aber mir war an dem Tag nicht mehr nach Abenteuern. Das tat dem Ausflug insgesamt aber keinen Abbruch. Insgesamt eine sehr friedliche Atmosphäre, überraschend wenig besucht für Sommer. Das galt jedenfalls für menschliche Besucher. Dafür konnte man umso mehr Vögeln beim geschäftigen Treiben zuschauen.
Mir gefiel es so gut, dass ich gleich auf dem Parkplatz genächtigt habe.
Da nur noch weniger Tage für die Reise blieben, stand ich vor der Wahl, wo es mich noch hinzieht. Mir war nicht mehr nach negativen Grenzerfahrungen. Daher sollte es ein Ort sein, bei dem ich davon ausgehen konnte, dass er wenigstens einigermaßen auf meinereins eingestellt ist. Deshalb ging es mit Zwischenstopp zurück nach Litauen in den Kurort Druskininkai.


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