Zwischendurch ein paar Eindrücke meiner Tour mit dem Wohnmobil durch die Landschaft Litauens. Litauen ist recht flach. Außer im Osten des Landes rund um Vilnius ist es sehr flach. Aber selbst dort ist die höchste Erhebung keine 300 Meter hoch. Die Landschaft ist bei sanften Hügeln und weiten flachen Zonen geprägt von viel Wasser aus Seen, Flüssen und Mooren, Wäldern, Wiesen und Feldern.

Um sich spontan als Rollstuhlfahrer zwischendurch „in die Büsche“ zu schlagen, ist es nicht ganz optimal. Die Wahrscheinlichkeit – zu nass / zu trocken – dann auf Moor oder Sand zu treffen, ist recht hoch.

Litauen gilt als Land mit einer der höchsten Storchdichten in Europa. Das würde ich sofort unterschreiben. Im Schnitt sind es mindestens ein Dutzend Störche täglich gewesen. Das, was bei uns als „Storchendorf“ Marketingeffekt ist, findet man dort gefühlt in beinahe jedem zweiten Dorf, häufig aber auch unterwegs.

Was sich fotografisch nicht hat abbilden lassen, sind Elche. Diese habe ich nur während des Fahrens gesehen, immerhin drei Mal, und recht ungünstigen Stellen. Es ist keine gute Idee, auf einer als Autobahn zählenden Nationalstraße ohne Parkbucht das Wohnmobil an den Rand zu fahren, nur weil man als blöder Tourist meint, einen Jungelch beim Weiden abzulichten. Deshalb habe ich den Quatsch gelassen.

Immer wieder ein sehr nettes Vergnügen gewesen bei den kurzen Stippvisiten mit Hund in Wäldern: es gibt viele Blaubeeren und Walderdbeeren. Ich habe bedauert, dass dort meist der Untergrund auch sehr sandig gewesen ist, so dass es nicht für ausgiebige Sammelaktionen gereicht hat. Einmachgläser besorgen wäre albern gewesen. Aber für eine Wegzehrung hat es allemal gereicht.


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