Intermezzo – Polnisch-litauische Grenze

Immer noch mit der Mission unterwegs, ganz besonders auf „schรถn“ zu achten, um der Tour noch das positive Ende zu geben, wollte ich noch ein, zwei Nรคchte im Wigry-Nationalpark verbringen, nach dem Zwischenstopp in Masuren auf dem Hinweg. Um von Druskininkai nach Wigry zu kommen, war der kรผrzeste Weg รผber die StraรŸe 135, um nicht bis zur Autobahn weiterfahren zu mรผssen als Passage der Suwalki-Enge. Die 135 geht von Lazdijai, dem litauischen Grenzort, direkt nach Sรผden. Man befindet sich gewissermaรŸen in Spuckweite zur belarussischen Grenze. Mir war das zwar schon das ein oder andere Mal unterwegs an anderer, nicht grenznaher Stelle passiert: plรถtzlich war die befestigte StraรŸe zu Ende und die StraรŸe wurde zur zwar glatten, aber Schotterpiste. Eine Kurve, eine Senke, ein kleiner See und … die Grenze. Dort eigentlich malerisch am See ein Transporter mit polnischem Zoll. Man war freundlich, aber konsequent. Ich musste aussteigen und das Fahrzeug auch hinten รถffnen. Rundum-Blick hinein, Dzieล„ dobry…. Kurzes Stรผck hoch aus der Senke, dasselbe Spiel nur von der anderen StraรŸenseite. Dzieล„ dobry, ausgestiegen, reingucken Lassen, und Tschรผss. Auf den nรคchsten 2 Kilometern hatte ich mit einem weiteren Zoll und zwei Mal Polizei zu tun, die im Maisfeld auf mich wartete. Ich habe dann aber am Ende lรคchelnd auf meinen blauen Behindertenausweis gezeigt und auf Englisch erklรคrt, sie kรถnnten gerne hinten reinschauen. Aber ich kรถnnte jetzt nicht innerhalb so kurzer Zeit schon wieder aussteigen. Man hat sich beim letzten Mal dann mit Halsrecken begnรผgt.

Sollte irgendwer noch mal behaupten, unsere polnischen Nachbarn wรผrden die grรผne Grenze nicht schรผtzen…. Nรถ.


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