Ab in die Lüfte zum Zweiten

Rollstuhl barrierefrei

Der wichtigste Grund für mich, die Route über Meran zu nehmen, war der Versuch, zu einem Thermik- oder Gipfelflug zu kommen. Der Tandemclub Ifinger bietet nicht nur generell von verschiedenen Standorten verschiedene Flugvariante an. Man hat sich auch darauf eingestellt, das inklusiv zu tun. Schon 23 hatte ich das Angebot entdeckt und bin bei meinem ersten Tandemflug sofort auf den Geschmack gekommen. Diesmal sollte es höher hinaus gehen.

Das Vorhaben hat nur teilweise geklappt mit einem kleinen Leider. Obwohl wir uns eigentlich bei der Abstimmung auf besonders gute Bedingungen eingerichtet hatten, hat sich letztlich kurz vor dem Flug ein auf den Fotos zu sehender Schleier vor die Sonne geschoben, so dass nicht ausreichend Thermik vorhanden war, um ganz in die Höhe zu kommen. Ich werde also einen neuen Anlauf machen müssen, was ich natürlich sehr bedaure, wenn ich den Wunsch verfolgen will, ganz hoch hinaus zu wollen.

Die Anfahrt vom Reschenpass runter nach Meran war Südtirol like unorthodox. Irgendwie meinen Einheimische wie Zugereiste das mit Straßenverkehrsregeln und Tempo nicht ganz so ernst nehmen zu müssen. So hatte ich schon wieder mit einem größeren Unfall zu tun, bei dem sich in Laas an der Kirche ein Motorradfahrer unter einen Bus gelegt hat, zum Glück nur verletzt. Die einzig taugliche Straße durch das Tal über eine Stunde voll gesperrt. Das hat meinen Zeitpuffer völlig aufgefressen, so dass es knapp wurde zur Verabredung für den Flug.

Das hatte aber auch seinen Vorteil. Ursprünglich war geplant, dass ich, wie beim letzten Mal, die kurze Strecke vom Auto zur Seilbahn und oben von der Seilbahn bis zum Hang zu Fuß mache. Spontan haben wir dann aber auch Aufgrund der Zeitknappheit beschlossen, dass ich den Rolli mit hoch nehme. Dadurch konnte ich bis an den Hang rollern. Der Rollstuhl hat seine Reise dann ohne mich wieder nach unten angetreten und wurde mir nach dem Flug wieder ans Auto gebracht. Danke für den Service, der für mich eine große Erleichterung war.

Wie man den Bildern aber entnehmen kann, war die Aktion aber trotz Planabweichung ein voller Erfolg. Ich kann mir kaum eine schönere Ecke vorstellen, um sich darauf einzulassen. Und ein Team, das so selbstverständlich und unkompliziert auch auf die Bedürfnisse von Menschen eingeht, die Mobilitätseinschränkungen haben, muss man erst einmal finden. Danke an Stefan und das ganze Team! Man sieht sich sicher!

Den Ausklang des schönen Tages habe ich mir in Völlan gegönnt bei einem feinen Wild-Menü im Restaurant Kirchsteiger.

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