Die intensiven Tagen in Turin machten Bedarf nach etwas ruhigerer Gangart und Austoben für den Hund. Auch wollte ich das Ein oder andere am Rollstuhl klären, dem Wohnmobil etwas Saft und mir noch einmal eine Dusche gönnen. Es wurde das Agri-Campeggio Agripassione. Nett gelegen vor den Toren von Asti. Die Sanitäranlagen nicht wirklich barrierefrei und üppig. Dafür aber ruhig.
Der Sohn übrigens eifriger Lego-Bauer hat im Gastraum eine kleine Ausstellung seiner Werke, die ich mit Genehmigung hier präsentieren darf.
Was die Gastgeber am Meisten an dem Abend auszeichnete, war die Hilfsbereitschaft, was meinen Rollstuhl anging.

Dieser ließ sich nicht mehr richtig aufklappen. Das bedeutet bei meinem Rollstuhl (Faltbarer Starrrahmen-hybrid Küschall Champion), dass die Schere nicht mehr eingerastet ist und ich völlig schwammig gesessen habe. Das begann schon in den Tagen vorher sukzessive und war dann beim Anlaufen auf den Campeggio so krass, dass ich gar nicht mehr richtig fahren konnte. Mit vereinten Kräften und einer eingesetzten Schraube haben wir das mit Hilfe der Betreiber hinbekommen, dass ich notdürftig fahren konnte. Auch wurde mir gleich der Kontakt vermittelt zu einem Sanitätshaus in Asti, welches just einen Mitarbeiter hatte, der sich mit Küschall auskannte und mir am nächsten Tag soweit helfen konnte, dass der Rollstuhl vernünftig arretiert war. Richtig repartiert wurde er dann bei der Rückkehr in Berlin.
Die Rollstuhlbastelei Abends war dann so spät, dass ich mich erst dann um den Camper kümmern konnte.
Aber das mit dem Strom fiel aus, weil ich tatsächlich das Ladekabel zu Hause vergessen hatte. Bis dahin bin ich ohne Bedarf dafür trotz Kochen durch die Lande gereist (auch schon im Baltikum). Doch im Oktober merkte man dann doch, dass bei diesigem Wetter Solar nicht mehr reicht, um sich so auszustatten. Ich habe an dem Abend auf das Kochen verzichtet, um noch Saft für den Morgenkaffee zu haben. Also nicht nur Sanitätshaus, sondern gleich ein Kabel obendrauf.
Allerdings stellte sich später in Acqui Terme heraus, dass selbst mit Landstrom zunächst nicht geladen wurde. Wie sich erst dank Notfallkontakt mit Fidibus rausstellte, lag das Problem an einem ungewollt eingestellten Eco-Modus, weshalb überhaupt nicht richtig geladen wurde. Dieser ist im Display nicht erkennbar. Immerhin weiß ich jetzt, wo das Problem liegt und gehe davon aus, dass mir das nicht noch einmal passiert. Ein mehr oder weniger gemütlicher Abend im Dunkeln setzt sich fest.


Schreibe einen Kommentar