
Sattes Grün und viel Wasser durch kleine Seen und Flüsse prägen die Landschaft des historischen Kurland, dessen Hauptstadt bis 1919 Jelgava war. Jelgava selbst ist geprägt durch die Lielupe, welche die Stadt in eine West- und Osthälfte teilt. Mitten im Fluss eine große Aueninsel, die nicht nur landschaftlich ein Kleinod ist. Vor einem Besuch der Auenlandschaft muss man zunächst am ikonischen, weithin leuchtenden Rotweiß des Schloss Jelgava vorbei. Das aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende Schloss ist umgeben von einer Parkanlage, die in nördlicher Richtung in eine Auenlandschaft übergeht.

Das Schloss selbst beherbergt heute die Universität. Man kommt zwar in den Innenhof. Die Räume sind aber wegen Renovierung nur beschränkt und nur bei besonderen Anlässen zugänglich. Barrierrefrei ist dies ohnehin nicht. Reizvoll ist die Auenlandschaft. Hier leben rund 70 Konik-Wildpferde, die man mit ein wenig Glück auch etwas näher zu Gesicht bekommt. Gefüttert werden dürfen sie nicht, weil man sie bewusst der Natur überlässt. Es gibt einen Aussichtsturm, der an sich nicht barrierefrei ist, aber das Plateau, auf dem er steht. Bis zu diesem kommt man mit Rollstuhl problemlos. Ab da ist der Wiesenweg nur für sehr Natur erprobte Rollifahrer zugänglich.
Über die Insel hinaus sieht man Jelgava leider an, dass es im Krieg zwischen Wehrmacht und Roter Armee leider ziemlich gelitten hat.


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