
Klaipėda liegt am nördlichen Ende des kurischen Haffs. An dessen schmalster Stelle ist das Haff nur etwa 500 Meter breit, der einzige Zugang des Memeldeltas zur Ostsee. Klaipėda ist auch der einzige Seehafen Litauens. Mitte des 13. Jahrhunderts als Memel gegründet gibt es in der gesamten Region viele deutsche Spuren, die sich auch noch im Stadtbild niederschlagen. Besonders krass – für mich das K.O.-Kriterium: die gesamte Altstadt ist von extremem Kopfsteinpflaster durchzogen. „Fußball an Fußball“ mit tiefen Fugen. Für mich völlig unverständlich hat man sogar in den vergangenen Jahren daran gebaut. Dort, wo man weniger Lärm haben wollte, hat man für die Autos Steine abgefräst und Fugen aufgefüllt. Als Rollstuhlfahrer kann man aber nicht einmal die Straße queren, ohne zu riskieren, dass es einem die Vorderräder raushaut. Ich habe mich an einer kleinen Runde bemüht – und dann aufgegeben, weil ich wirklich nicht den Rollstuhl riskieren wollte. Als „Sahnehaube“ der Versuch, u.a. ins „Bernsteinmuseum“ hineinzukommen. Es wurde eine meiner krassesten Erfahrungen, für Mitarbeiter / Einheimische, Luft zu sein. So kamen zur barrierereichen Struktur unter den Füßen reichlich Barrieren im Kopf hinzu.
Vom Kopfsteinpflaster hatte ich einige Fotos gemacht. Leider hat es mir die Bilder von Klaipėda und Palanga zerschossen, so dass hier mit einem gnädigen Hafenbild Vorlieb genommen werden kann.


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