Anreise – Zürich und die Schweizer Seen

Rollstuhl barrierefrei

Bei der Anreise Richtung Oberalppass führte die Route nahe Ulm über die Donau, wo es den ersten Übernachtungsstopp gab. Im weiteren Verlauf Richtung Zürich bin ich zunächst an der 311 entlang, um mehr Landschaft und Roadtrip Gefühl zu haben. Auf dieser Strecke hangelt man sich an der Donau entlang und kommt sogar nahe Donaueschingen vorbei. Eine kurze Überlegung war, die Donauquelle auch mitzunehmen. Das habe ich mir dann aber für das nächste Mal aufgehoben, wenn es die Donau bis zur Mündung gilt zu begleiten. Mit Schaffhausen wurde auf dieser Route nahe dem Rheinfall auch der Rhein gequert, aber schnell hinter mir gelassen.

Der erste richtige Zwischenstopp war Zürich, wobei ich nur eine Stippvisite eingeplant hatte für einen ersten Eindruck. Zürich ist aufgrund seiner Lage nur eingeschränkt barrierefrei. Die Altstadt hat Kopfsteinpflaster und geht recht schnell steil hoch. Wenn man sich mit Rollstuhl und zudem alleine dort bewegen will, muss das vorher geplant sein. Es gibt Rollstuhl geeignete Route. Für meinen Kurzbesuch habe ich das nicht gemacht. Es reichte aber dennoch für einen Spaziergang am Seeufer und eine Runde um die Limmat. Das ist der Abfluss aus dem Zürichsee und, genau wie dieser, schon Bestandteil des Projekts Rhein. Denn die Limmat fließt in die Aare und die kennt man spätestens aus dem Kreuzworträtsel als linken Nebenfluß des Rheins.

In diesem ganzen tiefen Bereich von Zürich kommt man gut zurecht. Man macht dort sichtbar etwas, um die Stadt barrierefrei zu machen. So fällt auch das Blindenleitsystem auf. Hinweis zum Parken mit blauem Parkausweis: Das kostenlose Parken ist, wie so vieles in der Schweiz (auch das Freistehen mit dem Wohnmobil) nicht allgemein geregelt. In Zürich darf man mit dem blauen Ausweis kostenlos parken, was ich am Mythenquai getan habe als guter Ausgangspunkt für Seepromenade und untere Altstadt.

Auch die weitere Fahrt ist ein gutes Beispiel dafür, wie schön diese Art zu reisen sein kann. Die Route Richtung Andermatt führt einen weiter an Schweizer Seen entlang, hier den Zuger und den Vierwaldstätter See. Leider hingen an dem Tag die Wolken ziemlich tief, wie man auf den Fotos sehen kann. Denn was man nicht sehen kann: Da um einen herum sind schon einige 3000er.

Ein Blick in den Wetterbericht zeigte, dass oben auf dem Oberalppass stramme 4 Grad in der Nacht zu erwarten waren. Zwar soll die Passhöhe sehr schön zum Übernachten sein. Aber das war mir dann doch zu frisch. Ich hatte keine Lust auf Heizung. Deshalb habe ich mich entschlossen, auf knapp 500 Höhenmeter in der Nähe von Erstfeld zu nächtigen. Das liegt im Reusstal und damit im Tal eines weiteren Nebenflusses des Rheins. Dazu mehr am Oberalppass. Erstfeld liegt im Kanton Uri. Dort ist das unauffälige Nächtigen für eine Nacht mit dem Wohnmobil erlaubt, was mir dann beschwert hat, so aufzuwachen…

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